Weihnachtszeit ist Keksezeit. So gut sie auch schmecken, sie enthalten eine Unmenge an Kalorien, Fette und Zucker.
Unsere Küchenchefin Emanuela Fischer gibt hierzu ein paar Tipps, wie sie ihre Kekse etwas "gesunder" backen könnten:
- Verwenden Sie Vollkornmehl!
Es ist ok, das Vollkornmehl zu sieben – dann erhält man Vollmehl. Nur die grobe Kleie wird entfernt, wertvolle Bestandteile wie der Keimling bleiben aber erhalten. Gesiebtes Vollkornmehl ist leichter zu verarbeiten.
- Verwenden Sie Nüsse!
Nüsse sind zwar fettreich, aber enthalten die „guten“ Fette. Weiters enthalten sind viele B-Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Ersetzen Sie einen Teil vom Mehl durch fein geriebene Nüsse wie beispielsweise Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln, Paranüsse und Ihre Kekse bekommen viel mehr Aroma.
- Butter oder Margarine?
Hier empfehle ich das natürliche Produkt: Die Butter. Margarine besteht aus gehärteten Pflanzenölen, denn Pflanzenöl ist nicht freiwillig fest. Obwohl der Gehalt an Transfetten mittlerweile bei Margarine im Supermarkt gut kontrolliert wird ist für mich Butter fürs Backen die richtige Wahl. Im Gegenzug sollten aber beim Kochen wertvolle Pflanzenöle verwendet werden (Rapsöl, Walnussöl, Hanföl).
- Zucker reduzieren!!
Die Kekse sollen natürlich noch schmecken, viele sind aber sehr süß – hier kann man die Zuckermenge um ca. 1/3 reduzieren. Der Kalolriengehalt der Kekse wird so zwar nicht gesenkt (weil Zucker gleich viele Kalorien hat wie Mehl), aber es steigt der Anteil an komplexen Kohlenhydraten und der Anteil an einfachen Kohlenhydraten sinkt.
- Weißer oder brauner Zucker, Rübe oder Zuckerrohr?
Das ist Geschmackssache. Meiner Meinung nach schmeckt brauner Zucker einfach intensiver und man verwendet weniger. „Gesünder“ ist er nicht unbedingt. Die braune Farbe kommt durch Melasse zustande, die im Nachhinein auf den weißen Zucker aufgebracht wird. Die darin enthaltenen Mineralstoffe sind jedoch keine geeignete Quelle, um seinen Bedarf zu decken. Ob Zucker aus Zuckerrohr oder Zuckerrübe tut auch nichts zur Sache. Es handelt sich immer um Saccharose.
- Trockenfrüchte verwenden!
Diese schmecken auch süß, enthalten aber noch Mineralstoffe und Ballaststoffe. Achten Sie auf ungezuckerte Trockenfrüchte (meistens bei Pflaumen, Datteln, Feigen, Marillen – Vorsicht bei exotischen Sorten wie Ananas, Mango und Papaya).
- Statt Marmelade Fruchtaufstrich verwenden!
Aus Trockenfrüchten kann man super seinen eigenen Fruchtaufstrich zum Füllen von Keksen herstellen.
- Backen Sie kleine Kekse!
Man neigt dazu von jeder Kekssorte einen kosten zu wollen. Wenn die Kekse groß sind, kommt da einiges zusammen. Kleine Kekse sehen auch viel edler aus.