Laboruntersuchungen
Frei Radikale – Antioxidantien
In den letzten Jahren hat sich in der Medizin ein umfassendes Bild über die Bedeutung von Freien Radikalen und Antioxidantien ergeben. Und trotzdem erscheint es noch immer unvollständig, da diese Mechanismen überall im Stoffwechsel eingreifen können.
Wir haben im Laufe der Evolution gelernt, Sauerstoff zur Energiegewinnung heranzuziehen. Dies ist so effektiv, dass wir dadurch in der Lage waren, Organe, die viel Energie verbrauchen, besser zu entwickeln. Dazu gehören das Gehirn, die Sinnesorgane, vor allem aber auch die Organe des hormonellen Systems.
Jedoch kein Vorteil ohne Nachteil. Dort wo viel Energie erzeugt und verbraucht wird können auch gefährliche Nebenprodukte dieses Prozesses entstehen. Ein Feuer kann nicht nur wärmen, sondern man kann sich daran auch verbrennen. Und solche „Nebenprodukte“ sind die so genannten Freien Radikale. Sie sind spezielle Verbindungen von Sauerstoffe, welche sehr aggressiv – sprichwörtlich radikal sind. Aber selbst daraus ziehen wir noch Vorteile. Wir verwenden Freie Radikale zum Beispiel im Immunsystem.
Wenn sich ein Krankheitserreger eingeschlichen hat und uns das Leben schwer macht, dann haben wir die Fähigkeit, durch spezielle Zellen und Maßnahmen die Freien Radikale auf den Feind anzusetzen und ihn so unschädlich zu machen. Darin ist aber auch die Gefährlichkeit der Freien Radikale zu erkennen, indem sie zum Beispiel einen Virus abtöten zerstören sie Strukturen wie Membranen oder Zellen. Richtet sich diese zerstörerische Kraft gegen eigene Strukturen des Körpers besteht die Gefahr, dass sich daraus Krankheiten entwickeln können. Im einfachsten Fall sind dies ein vorzeitiger Alterungsprozess, Faltenbildung aber auch Entzündungen. Risikofaktoren des Herz-Kreislauf-Systems bis zu Krebserkrankungen können mit beeinflusst werden.
Somit hat der Körper ein vitales Interesse, dass diese Nachteile nicht überhand nehmen. Deshalb haben wir auch Schutzfaktoren, welche uns vor den Nebenwirkungen der Freien Radikale schützen sollen, diese quasi neutralisieren.
Zu solchen Schutzfaktoren gehören einzelne Enzymsysteme, das Cholesterin, die Harnsäure und viele andere Stoffwechselprodukte. Vor allem aber zählen auch eine Reihe von Vitaminen und Spurenelementen zu diesen Schutzfunktionen. Vitamin C, Vitamin E, Betacarotin und Selen sind hier vorrangig zu nennen. Eine gute Versorgung mit diesen Vitaminen schützt und vor übermäßiger Belastung durch Freie Radikale.
Wir sind heute auch in der Lage, diese Menge an Freien Radikalen sowie deren Schutzfaktoren zu messen. Naturgemäß sollten die Freien Radikale in der Gesamtheit niedrig sein und die Schutzfaktoren – als Antioxidative Kapazität bezeichnet – entsprechend hoch sein. Ist das Verhältnis ausgeglichen ist keine Belastung im Organismus zu erwarten.
Durch Stressbelastungen jeglicher Art steigen aber die Freien Radikale an, so dass Vitamine als Gegenspieler verbraucht werden. So wird es verständlich, dass es notwendig ist, diese regelmäßig zuzuführen, damit sich nicht durch ein Ungleichgewicht eine Belastung ergibt, die langsam zu Beschwerden führen und letztlich ein entscheidender Faktor von zahlreichen Erkrankungen wird.
Eine einfache Messung kann rasch Aufschluss über das Verhältnis von Freien Radikalen und Antioxidantien geben.
Säure-Basen-Gleichgewicht
Der Säure-Basen-Haushalt ist ein wichtiges Regulationsprinzip des Stoffwechsels. Dies betrifft nicht nur den menschlichen Körper, sondern die gesamte Natur.
Er hat Einfluss auf Gesundheit und Krankheit und eine Dysbalance stellt einen wesentlichen Faktor zur Entwicklung von Risikofaktoren und Zivilisationskrankheiten dar.
Die zentrale Regulation des Säure-Basen-Haushaltes erfolgt im Verdauungsapparat, genauer gesagt im Magen. Hier wird aus Wasser, Kochsalz und Kohlensäure Salzsäure und Natrium Bicarbonat gebildet. Dies erfolgt durch ein zinkhältiges Enzym. Die Magensäure ist für die Aufschließung der Nahrung wichtig. Durch sie wird die Eiweißverdauung gestartet. Gleichzeitig wird das Natrium Bicarbonat an das Blutsystem abgegeben und so im gesamten Organismus verteilt. Hier ist es ein wichtiger Faktor zur Entsäuerung und damit Entgiftung des Bindegewebes. In der weiteren Folge wird in der Leber, der Bauchspeicheldrüse sowie im Dünndarm selbst eine große Menge basischen Sekretes gebildet wodurch im Dünndarm die Neutralisation des sauren Speisebreis aus dem Magen erfolgt. Somit schließt sich der Kreislauf und es ist gewährleistet, dass die Verdauung selbst in einem basischen Milieu optimal ablaufen kann.
Ein Missverhältnis im Säure-Basen-Haushalt, konkret eine Übersäuerung, führt zu einer Belastung des Stoffwechsels. Die Folge kann sein, dass neben lokalen Beschwerden eine Gastritis, Sodbrennen, saures Aufstoßen bis hin zum Magengeschwür sich auch allgemeine Beschwerden einstellen können. Diese umfassen praktisch alle entzündlichen Erkrankungen, Schmerzen, Gelenksentzündungen, erhöhte cardiovaskuläre Risikofaktoren, eine Reihe von Zivilisationserkrankung bis hin zu den Krebserkrankungen.
Nachdem auch die Ernährung einen wichtigen Einfluss auf das Säure-Basen-Gleichgewicht hat, erscheint es wichtig diese etwas genauer darzustellen. Grundsätzlich unterscheiden wir Lebensmittel, die sauer oder basisch sind sowie Lebensmittel, die Basen entziehen (Basenräuber). Darüber hinaus haben wir durch unser persönliches Verhalten (Esskultur) Einfluss darauf, wie die Lebensmittel tatsächlich verstoffwechselt werden.
Dabei ist es wichtig, auf ein ausgewogenes Verhältnis von sauren und basischen Lebensmitteln zu achten. Ideal ist ein Verhältnis von ca. 1:2 zu Gunsten der basischen Lebensmittel. Daher sollten saure Lebensmittel immer mit basischen Lebensmitteln kombiniert werden.
Beispiel: Saure-basische Kombination
Auch die Esskultur ist wichtig. Werden primär basische Lebensmittel (Gemüse, Obst) zu einem Zeitpunkt und in einer Menge gegessen, wo sie nicht vollständig verdaut werden können, so wird durch Gärung derselben ein saurer Stoffwechsel indiziert. Auch daher sollte Rohkost nicht am Abend gegessen werden.
Darüber hinaus ist eine sinnvolle Bewegung - ebenfalls, ohne sich dabei zu überfordern - eine wichtige Maßnahme der „Entsäuerung“. Durch das Abatmen von Kohlensäure erfolgt eine rasche Ausscheidung von sauren Valenzen aus dem Stoffwechsel. Trinken von freien Flüssigkeiten – Wasser, Kräutertees, Gemüsebrühe oder basischem Mineralwasser – unterstützt den Säure-Basen-Haushalt ebenso wie die gezielte Einnahme von Basenpulver oder anderen notwendigen Mineralstoffen. Letztere sollten aber gezielt nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt erfolgen.